Wir informieren Sie an dieser Stelle aktuell über die Sitzungen aus Gemeinderat und Kreistag

26.10.2026
Bericht zur 6. Gemeinderatssitzung vom 26.10.2026

Kirchweih in Diepersdorf: Festplatz bleibt vorerst unverändert

Ein wichtiges Thema war die mögliche Verlegung des Festplatzes für die Diepersdorfer Kirchweih auf den Schulparkplatz. Hintergrund der Diskussion waren unter anderem die Anforderungen an die Sicherheit und die damit verbundenen Kosten für Straßenabsperrungen.

Ein Beschluss zur Verlegung des Festplatzes wurde nicht gefasst. Stattdessen erhielt die Verwaltung den Auftrag, nach kostengünstigeren Möglichkeiten für die erforderlichen Straßenabsperrungen zu suchen. Diese müssen weiterhin den Anforderungen eines geeigneten Sicherheitskonzepts entsprechen.

Damit bleibt die Frage einer möglichen Verlegung zunächst offen.

Energetische Sanierung gemeindlicher Gebäude

Auf Antrag der SPD-Fraktion beschäftigte sich der Gemeinderat mit Möglichkeiten, Energie einzusparen und regenerative Energien weiter auszubauen.

Mehrheitlich wurde beschlossen, bestehende gemeindliche Liegenschaften regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob eine energetische Sanierung wirtschaftlich sinnvoll ist. Künftig sollen mindestens zwei gemeindliche Gebäude pro Jahr untersucht werden.

Ziel ist es, mögliche Energieeinsparpotenziale frühzeitig zu erkennen und wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsmaßnahmen vorzubereiten.

Radwegenetz: Fördermöglichkeiten sollen genutzt werden

Ein weiterer Antrag der SPD-Fraktion befasste sich mit der Ausweisung eines Radwegenetzes.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung mehrheitlich, bei der ILE Schwarzachtal Plus Förderanträge für die Ausschilderung des Radwegenetzes zu stellen.

Eine bessere Beschilderung soll künftig die Orientierung für Radfahrer erleichtern und das bestehende Radwegenetz sichtbarer machen.

Bikepark in Leinburg nimmt weitere Hürden

Auch die geplante Errichtung eines Bikeparks in Leinburg stand erneut auf der Tagesordnung.

Aufgrund der besonderen Geländeeigenschaften und der notwendigen Sicherheitsanforderungen ist eine sorgfältige fachliche Planung erforderlich. Der Gemeinderat stimmte deshalb einstimmig dem Abschluss eines entsprechenden Honorar- und Planungsvertrages zu.

Darüber hinaus wurde die Vergabe der Arbeiten für die Errichtung des Bikeparks beschlossen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sowohl die erforderliche Baugenehmigung als auch die entsprechende Förderung vorliegen.

Damit wurden weitere wichtige Schritte zur Umsetzung des Projekts auf den Weg gebracht.

Digitalisierung im Bauhof: Neues Straßenmanagementsystem

Ein weiterer Schwerpunkt war die Einführung eines digitalen Straßenmanagementsystems für den gemeindlichen Bauhof.

Bislang werden Straßenschäden und die Durchführung des Winterdienstes weitgehend manuell dokumentiert und archiviert. Dies ist mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden.

Mit der neuen Software sollen diese Arbeitsabläufe künftig deutlich vereinfacht werden. Unter anderem können Straßenschäden digital erfasst und teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz dokumentiert werden. Auch die erforderlichen Nachweise für den Winterdienst lassen sich damit effizienter bearbeiten.

Der Gemeinderat begrüßte die Einführung des Systems einstimmig. Die Digitalisierung soll den Bauhof bei seinen täglichen Aufgaben entlasten und Verwaltungsabläufe verbessern.

Gemeindefinanzen und Jahresrechnung 2025

Im Bereich der Gemeindefinanzen beschäftigte sich der Gemeinderat mit Forderungen aus der Konzessionsabgabe im Zusammenhang mit dem Wasserzweckverband Moritzberggruppe.

Die entsprechende finanzielle Maßnahme soll dazu beitragen, das Eigenkapital des Wasserzweckverbandes zu stärken.

Außerdem wurde die Jahresrechnung 2025 behandelt. Der Gemeinderat genehmigte die Aufstellung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben des vergangenen Haushaltsjahres.

Erfreulich ist, dass die Haushaltsrechnung insgesamt einen Überschuss ausweist. Dieser soll zur Deckung des Vermögenshaushalts 2026 verwendet werden.

Überörtliche Rechnungsprüfung: Entscheidung vertagt

Im Rahmen der überörtlichen Rechnungsprüfung stand auch ein bereits abgeschlossener Rentenversicherungsvertrag zur Beratung.

Das Landratsamt Nürnberger Land hatte empfohlen, für den entsprechenden Anlagebetrag nachträglich einen Gemeinderatsbeschluss einzuholen.

Das Gremium war sich jedoch einig, dass zunächst die finanziellen Hintergründe transparenter dargestellt werden müssen. Insbesondere sollen die ein- und ausgehenden Zahlungsströme durch die Verwaltung offengelegt werden.

Bis zur Klärung dieser Fragen wurde der Tagesordnungspunkt vertagt.

Weitere Informationen aus der Gemeinde

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurden mehrere aktuelle Entwicklungen bekannt gegeben.

Das Gelände des Gemeinde und Gesundheitszentrums (GGZ) wird derzeit neu bepflanzt. Bereits vorhandene Pflanzen sollen dabei an anderen Stellen weiterverwendet werden. Auch die Platane am Diepersdorfer Brunnen, die gefällt werden musste, erhält eine neue Funktion: Ihr Holz wird künftig als Insektenhotel am GGZ genutzt.

Darüber hinaus ist geplant, wieder Hopfen im Gemeindegebiet anzupflanzen. Hintergrund ist die historische Bedeutung der Pflanze für Leinburg: Im Gemeindewappen sind sieben Hopfendolden abgebildet, während derzeit offenbar keine Hopfenpflanzen mehr im Gemeindegebiet vorhanden sind.

Auch die Sanierung des Kriegerdenkmals in Diepersdorf wurde angesprochen. Die Arbeiten sollen möglichst bis zum Volkstrauertag abgeschlossen sein.

Die Behindertenbeauftragte Margit Dickas hat ihren Bericht im Rathaus eingereicht.

Abschließend wurde über die vorübergehende Abwesenheit von Bürgermeister Christian Palm vom 12. November bis 3. Dezember 2026 informiert. Die Vertretung wird durch die dritte Bürgermeisterin Dagmar Frank und die zweite Bürgermeisterin Marion Trisl sichergestellt.

Fazit

Die Gemeinderatssitzung zeigte erneut, wie vielfältig die kommunalpolitischen Aufgaben in Leinburg sind. Von der Sicherheit bei der Kirchweih über Investitionen in Freizeitangebote und Radverkehr bis hin zu Energieeinsparungen und moderner Verwaltung wurden wichtige Themen beraten und Entscheidungen getroffen.

Besonders die regelmäßige Überprüfung gemeindlicher Gebäude auf energetische Sanierungsmöglichkeiten, die geplante Verbesserung der Radwegebeschilderung und die Digitalisierung des Bauhofs setzen Impulse für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde.

Gleichzeitig wurde bei der überörtlichen Rechnungsprüfung deutlich, dass eine transparente Darstellung finanzieller Vorgänge eine wichtige Grundlage für verantwortungsvolle Entscheidungen im Gemeinderat bleibt.