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Die freie Meinung

Kolumne über Asylpolitik

Jeder ist ein Fremder – irgendwann und irgendwo
(Eine persönliche Stellungnahme von Simone Kaspar)

Ich stehe in China – als europäische Blondine mit langer Nase unter Einheimischen – schwarzhaarig, schlitzäugig, plattnasig. Mein unterschiedliches Aussehen schafft Aufsehen, besonders, da ich alleine in der Masse stehe. Eine Fremde unter Fremden, kann niemanden fragen, nichts lesen, mich nicht orientieren. Ein nicht unbedingt beruhigendes Gefühl. Aber es ist Urlaub – freiwillig, kurzzeitig.

Wie erst müssen sich die vielen Asylanten fühlen, die freiwillig oder unfreiwillig ihre gewohnte Umgebung verlassen und bis auf ihre Identität alles aufgegeben haben. Sie müssen sich in ungewohnter Sprache in neue Standards, neue Regeln, neue Traditionen einfügen. Ein schwieriges Unterfangen, wenn niemand da ist, der erklärt und begleitet.

Die vielen Asylanten stoßen nicht nur auf Wohlwollen. Die einreisenden Massen werden mit kritischem Auge betrachtet.

Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.  Kriegsunruhen, zerbombte Städte und soziale Unsicherheit zwingen ganze Familien, ihre Heimat zu verlassen. Das blanke Leben wird aufs Spiel gesetzt, um angstfrei in einem neuen Land zu wohnen. Lieber ein Leben in der Fremde als gar kein Leben, lieber die eigene Haut retten und Familie nachziehen, als im eigenen Land zu bleiben und den Tod zu riskieren. Das ist nachvollziehbar – auch wenn kaum einer der lebenden deutschen Bevölkerung das so bereits erlebt hat und auch nicht erleben möchte.

Doch wie viele dieser Tausenden und Abertausenden zuströmenden Menschen sind wirklich aus dieser Not gekommen, wie viele hängen sich aus wirtschaftlichen Gründen nur an, wie viele nutzen die Chance, leichter in ein wirtschaftlich starkes Land mit vorbildlicher sozialer Absicherung zu kommen und hier unterzutauchen?  Ohne Grenzkontrollen, ohne Registrierung, ohne Datentransfer empfangen wir auch militante Personen mit offenen Armen.

Fragt sich, wo bleibt hier die Sicherheit, die Überwachung, der weltweite Datenverkehr, um potentielle Attentäter mit gefälschten Pässen von harmlosen Asylanten zu trennen. Können wir uns vor IS-Attentätern und Selbstmordkommandos sicher fühlen, nachdem Formalitäten Monate dauern?

Jeder  Mensch hat ein Recht auf Arbeit.  Tausende Menschen kommen zu uns, sind gut ausgebildet und könnten freie Arbeitsplätze in unserer Wirtschaft besetzen. Durch langwierige Asyl- und Anerkennungsverfahren ist es ihnen aber oft monate-, wenn nicht jahrelang verboten, eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit aufzunehmen. Noch nicht mal in den Aufnahmelagern dürfen ausgebildete Mediziner unterstützend tätig werden, Krankenschwestern pflegen oder Lehrer Flüchtlingskinder unterrichten.

Anderseits sind die Ausbildungsstände oft nicht den deutschen Standards angeglichen, eine Prüfung und Zusatzausbildungen in vielen Berufssparten sind unumgänglich, damit Firmen Bewerber aus diesem Kreis einstellen können. Auch die Zahlung von Arbeitslosengeld kann nicht uneingeschränkt erfolgen. Wer soll die steigenden Sozialkosten für Unterbringung, Lehrgänge und Gesundheitscheck bezahlen, etwa der Steuerzahler? Die Arbeitslosenquote wird steigen, Stellen mit einfachen Tätigkeiten müssen auch für deutsche Bürger erhalten bleiben. Schließlich sind wir nicht nur ein Volk von Akademikern!

Jeder Mensch hat ein Recht auf Wohnung und auf ein Dach über dem Kopf. Das soll jedem Emigrant und Asylant gewährt werden. Doch wohin mit den vielen Menschen? Zeltstädte und Notunterkünfte in Turn- und Fabrikhallen sind keine dauerhafte Lösung. Billigen Mietraum kann aber nicht in jeder Stadt und jeder Gemeinde angeboten werden, zumal diese Kommunen auch für die entstehenden Kosten aufkommen muss. Gelder, die nicht zwangsläufig in die Haushalte eingeplant sind und waren. Kosten, für die die alteingesessenen Einwohner mit aufkommen müssen.  Manch findiger Vermieter freut sich über die Belegung seiner freien Mieteinheit, für die er nun gutes, überteuertes Geld aus öffentlichen Kassen bekommt.

Jeder Mensch hat das Recht auf Versammlung und Kommunikation. Aus den Flüchtlingen bilden sich Gruppen mit ihrer eigenen Gruppendynamik. Fremde Sitten, fremdländische Mentalitäten werden von uns zurückhaltend und distanziert beobachtet. Manchmal ruft das öffentliche Auftreten bei deutschen Frauen ein Gefühl von Unsicherheit und Angst hervor. Solche Gefühle im eigenen Land, die uns hemmen und unseren Bewegungsfreiraum einschränken, sich im eigenen Land nicht mehr ungehemmt und sicher bewegen zu können, schaffen Vorurteile und Abneigung.

Jeder Mensch versteht die Beweggründe der Asylanten. Jeder hat ein Herz und Mitleid und Verständnis. Aber jeder hat auch seine eigenen Gefühle, seinen Wunsch nach Sicherheit und Angst vor Veränderung. Und wer seine Angst äußert, wird vermeintlich ins politisch rechte Lager gesteckt, wird an die deutsche Historie erinnert und traut sich nicht, sich öffentlich zu äußern. Doch hinter vorgehaltener Hand gibt es kaum jemand, der den Zustrom von Flüchtlingen nicht geregelt wünscht, Obergrenzen für Asylsuchende und anstelle von Zwangsunterbringungen längerfristige Lösungen sehen möchte. Viele Menschen haben Angst vor den Veränderungen, die mit dem großen Anteil an orientalischer Bevölkerung in Deutschland einhergehen können.

Aber Leben heißt Veränderung, Stillstand will niemand. Wie wurde über den Zuzug von Gastarbeitern in den 70er Jahren gedacht, wie denken wir heute darüber? Gastarbeiterkinder in zweiter und dritter Generation sind längst in der deutschen Bevölkerung angekommen, haben deutsche Pässe und sprechen Dialekt. Wer möchte schon auf den deutsch-türkischen Freund in der Nachbarschaft oder den Italiener oder Chinesen an der Ecke verzichten? Auch diesen Gastarbeitern stand man früher skeptisch gegenüber.

Firmen profitieren vom Join venture fremdländischer Firmen. Wenn deutsche Firmen ins Ausland outsourcen, wenn fremdes z.B. chinesisches Know how mit deutschem verknüpft wird, nennt man das International Business. Niemand wundert sich über internationale Besucher bei Messen und Kongressen. Deutschland muss international sein.

Wenn wir alle den Flüchtlingsfamilien, die in unserer Nachbarschaft untergebracht sind, die Chance geben, sich einzugewöhnen, ihnen Hilfe anbieten in den vielen Kleinigkeiten des Alltags, die für sie zur Hürde werden, können sie sich selbst schneller zurecht finden und in Deutschland Fuß fassen. Fremdländische Mediziner, Ingenieure oder Handwerker können unsere Arbeitsplätze verstärken und bereichern. Schafft es die große Politik, Frieden zu sichern und militärische oder humanitäre Hilfe in Krisengebieten zu geben, könnten die Asylanten auch wieder in ein sicheres Land zurückkehren. Wir nennen uns Christen und preisen Nächstenliebe. Dann sollten wir auch christlich handeln und darauf achten, dass der Zustrom von Fremden ein gutes Ende findet. 

 


Kolumne zur Stromtrasse

(Eine persönliche Stellungnahme von Simone Kaspar)

Wenn ich mich bei uns so umsehe, fühle ich mich in unserer ländlichen Umgebung sehr wohl. Die sanften Hügel und der weite Blick vom Moritzberg Richtung Entenberg und nach Altdorf und weiter Richtung Dillberg entspannen das Auge und lassen mich tief durchatmen. Doch wenn ich mir vorstelle, dass hier vielleicht riesig hohe Strommasten stehen sollen, die die Täler durchschneiden und die Natur zerstören, gefriert mein Blut in den Adern.

Wie kann sich die Politik von einem Unternehmen, das auf Profit ausgelegt ist, so auf der Nase rumtanzen lassen. Jede Firma braucht zur Genehmigung eines Firmenbaus ein Grundstück und die notwendigen Pläne, bevor es seinen Bau starten kann. Prinzipiell ist es hier doch nicht anders: nur hat die Bundesnetzagentur mit den Netzbetreibern bereits den Bau vorbereitet, hat seine Pläne, aber noch nicht mal das Grundstück dazu und will nun - zur Not durch Enteignung - sich dieses Grundstückes bemächtigen! Und das Grundstück ist riesengroß und zieht sich durch ganz Deutschland! Damit auch alle Bundesländer brav ja sagen, wird der Bevölkerung vorgegaukelt, dass wir diese Stromtrasse dringend zur eigenen Versorgung mit Strom brauchen, weil wir sonst kein Licht mehr haben! Alles Quatsch - denn von dem Strom aus der Monstertrasse haben wir in Bayern gar nichts außer der Verschandelung unserer Natur - egal, ob überirdisch oder als Erdverkabelung!

Aber da die Betreiber große Firmen sind, die Steuergelder zahlen, haben sie die Politiker fest im Griff. Deutschland braucht das Geld aus dem europäischen Stromhandel, und nur dazu ist die Monstertrasse gut. Viele Wissenschaftler haben bereits berechnet, dass Bayern auch ohne Atomstrom ausreichend Strom zur Verfügung hat, um nicht im Dunkeln zu sitzen. Auch die übrigen Gefahren, die sich jetzt noch gar nicht absehen lassen, auf die die Bürgerinitiativen entlang den geplanten Trassen deutlich hinweisen, scheinen noch nicht bei den Politikern ausreichend Gehör zu finden.

Also müssen wir weiter Krach schlagen: mit lautstarkem Protest, mit Information und Demonstration. Keine andere Partei stellt sich so deutlich gegen die Stromtrassen und unterstützt die BIs so deutlich wie die FW.

Schade nur, dass sogar innerhalb unserer direkt betroffenen Gemeinde Leinburg nicht alle Bürger so Flagge zeigen, wie die der Talgemeinden, die sich sehr stark gegen die Monstertrasse engagieren. Aus Diepersdorf, aus Haimendorf z.B. gibt es wenige interessierte Bürger, die sich mobilisieren lassen. Wie schön wäre es, wenn unsere Gemeinde an einem Strang ziehen würde und mit aller Macht und ohne Unterlass weiter versuchen würde, diese Verschandelung unserer Heimat zu vermeiden.

Und meine Hochachtung den Aktiven gegenüber, die seit einem Jahr nichts unversucht lassen und so viel persönliche Energie und noch mehr Zeit in die Vermeidung dieses Projektes stecken, dass kaum noch Zeit für Privates bleibt....